Im Mittelalter war das Weerd eine Insel in der Maas. Die Niederungen in der Nähe des Hafens und der Maasbrücke wurden im 18. Jahrhundert mit Schutt aufgefüllt, wodurch eine Bastion namens Bastion Le Roy entstand, die eine Verbindung zum Kai herstellte. Im Volksmund wurde diese Bastion, die sich auf der Höhe des Festungsviertels Little Italy befindet, auch Pik-Ass" genannt, da sie die Form eines Piks aus einem Kartenspiel hat.
Bereits im Mittelalter diente der Hafen von Venlo als Umschlagplatz für Waren. Diese Funktion verdankte Venlo der Tatsache, dass die Maas flussaufwärts von Venlo viel flacher ist. In der Nähe der heutigen Bolwaterstraat befand sich ein Be- und Entladekai ('t Bat), und zwischen der Maaskade und der heutigen Halbinsel De Weerd befand sich ein Schutzhafen, in dem Schiffe im Winter bei starkem Eisgang einen sicheren Hafen fanden. Das Recht der freien Lagerung machte Venlo zu einem Lagerplatz für niederländische Waren, die hier umgeschlagen und teilweise nach Gulik, Aachen, Lüttich und in die Landen van Overmaas und umgekehrt verschifft wurden. Die Hafenfunktion war für die Entwicklung von Venlo von großer Bedeutung.
Im Hafen befand sich zu Zeiten der Festungsanlagen von Venlo auch die Werft direkt am Wasser des Innenhafens. Sie diente der Binnenschifffahrt als Entladekai und Reparaturwerft. Das Gelände spielte bei Belagerungen eine wichtige Rolle. Dieser Teil der Venloer Festung bot an zwei Stellen Zugang zur Innenstadt und war daher von strategischer Bedeutung. Der südlichste Zugang zur Stadt erfolgte über den Nieuwe Poort und weiter nördlich über den Maaspoort. Diese Anlegestelle musste daher gut geschützt werden. Dies war von entscheidender Bedeutung, da die Stadt zu dieser Zeit weitgehend vom Maashandel abhängig war. Die Bastion Le Roy war hier von eminenter Bedeutung.
Anno 2025
Heute ist De Werf eine Straße und verläuft von der Kreuzung mit der Havenkade/Peperstraat/Maaskade in Richtung Süden, wo sie als Sackgasse an der ehemaligen Bastion le Roy endet. Diese Straße heißt immer noch Bastion und liegt tiefer als der Maasboulevard.