1340–1345
Auch das Tegelpoort galt als eines der vier Haupttore der Festungsanlagen von Venlo. Der Name lässt sich darauf zurückführen, dass das Tor den Zugang nach Tegelen ermöglichte und an der Südseite der Stadtmauern lag. Zwischen 1340 und 1345 wurde dieses Tor in Betrieb genommen. An diesem Tor wurden wiederholt Befestigungsanlagen errichtet, darunter ein Wachgebäude und eine Militärbäckerei.
17.–18. Jahrhundert
Im 17. Jahrhundert und zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die gesamte Südlinie, zu der auch das Tegelpoort gehörte, durch die Bastion Reede (auf der heutigen Halbinsel De Weerd) und die Bastion Le Roy (aufgrund ihrer Form auch „Schoppen Aas“ genannt) befestigt. Aufgrund von Zerstörungen und Belagerungen wurde der Bau eines neuen Torgebäudes beschlossen.
Im Osten wurde schließlich zur weiteren Stärkung der Verteidigung ein neues Torgebäude mit dem Namen Roermondsepoort errichtet. Das Tor bezieht sich auf die Straße nach Roermond, die später hier angelegt wurde.
Im Jahr 2025
Das Roermondsepoort ist heute einer der verkehrsreichsten Plätze in Venlo. Seit 2010 ist in diesem als „Klein-Italien“ bezeichneten Gebiet ein neues Einkaufsviertel entstanden, der Maasboulevard. Der Zugang zu diesem neuen Gebiet nimmt Bezug auf die Geschichte und heißt „Tegelpoort“. Auch auf der Maaskade-Mauer am Hafen ist noch der Name „Bastion“ zu lesen, in Erinnerung an die ehemalige Bastion, die sich hier befand.